CreatorX hat geschrieben:
Ja, um die 17 Stunden. Sollte doch reichen mir ein Bild zu machen. Aber eigentlich sollte mich so ein Test vor dem Kauf warnen, wenn das Spiel nix für mich ist und das macht der Test eben durch das Ignorieren besagter Punkte gerade nicht.
Es ist schon richtig, dass der Test einiges unter den Teppich kehrt, ein wenig Sachlichkeit kann man selbst von einem subjektiven Bericht erwarten.
Ich meine, ich kann ein Spiel ja trotzdem für genial halten, ohne meine Augen vor den Schwächen zu verschließen. Es gibt genug Beispiele für Spiele, die ich rein objektiv in der Luft zerreißen müsste, aber subjekiv einen Heidenspaß daran finde.
CreatorX hat geschrieben:
Was ist daran Unsinn? Du meinst sicherlich im Sinne eines Ballerspiels, ja da mögen solche Dinge unsinnig sein.
Als F3 damals erschien, wurde von Bethesda immer wieder gesagt, dass man sich keine Sorgen machen muss dass es ein Shooter wird und jetzt hat man mit F4 meiner Meinung nach etwas geschaffen, das nur noch Kurz davor entfernt ist ein reines Ballerspiel ala Borderlands zu sein. Da kommt für mich kaum noch Atmosphäre auf, weil ich mich einfach nur noch am Rande mit Dingen wie Charakterentwicklung, Ressourcenhaushalt, meinen Entscheidungen in den Dialogen usw. auseinandersetzen muss. Das war alles miteinander verzahnt und voneinander abhängig. F4 hat eindeutig das bessere Worlddesign und die beste Presentation, aber was bleibt sonst? Seek and Destroy Missionen und RPG light.
Dass der Shooter-Part deutlich ausgebaut wurde, ist richtig - aber ich hatte bisher nie das Gefühl, dass darunter der RPG-Part leiden musste. Und von einem Ballerspiel á la Borderlands ist Fallout 4 in meinen Augen weit entfernt.
Ich z. B beschäftig mich mit der Charakterentwicklung weit mehr, als in den beiden Vorgängern - und beim Dialog-System finde ich, dass dieses zwar an der Oberfläche vereinfacht wurde, aber ich habe den Eindruck, dass sich mein Verhalten im Spiel nun deutlich stärker auf die Dialoge auswirkt (sprich, ich entscheide nicht IN den Dialogen, sonder mein Verhalten entscheidet ÜBER die Dialoge) - wenn Du verstehst, worauf ich hinaus will.
So bekomme ich das Gefühl, dass alles besser miteinander verzahnt ist und ich die Dialoge eben nicht einfach mal so führen kann, wie es mir gerade am besten passt. Richtig, man hat innerhalb der Gespräche weniger Handlungsfreiraum - ich finde aber, dass ich durch mein Handeln in der Welt die Konsequenzen nun in den Dialogen spüre.
Also ein bisschen mit der rechten Hand hinterm Rücken am linken Ohr gekratzt, wie man so schön sagt ^^
Empfinde ich als Bereicherung im Vergleich zu den Vorgängern und definitiv als das Gegenteil von RPG-light und so kommt bei mir viel leichter RPG-Stimmung auf. Ich empfand F3/NV in der Hinsicht oberflächlicher und weniger konsequent.
Wie schon gesagt, so unterschiedlich können Eindrücke sein.
No cost too great. No mind to think. No will to break. No voice to cry suffering.