Mass Effect 3 - Test

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Sonic_The_Hedgehog
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Sonic_The_Hedgehog »

KyleKatamaran hat geschrieben:
Sevulon hat geschrieben:[Was immer noch die größte Farce ist: "Juchu, ich kann Attributspunkte verteilen und mit Schwertern und Äxten fuchteln, ich bin ein Rollenspiel!"]
Frage zehn Menschen, was ein Rollenspiel ist, und du bekommst zehn unterschiedliche Antworten. Was ist deine Antwort, wenn ich fragen darf?
Naja ist der Begriff Rollenspiel nicht ganz simpel zu erklären?^^
Man schlüpft in eine Rolle und spielt diese halt nach seinem ermessen.
Simple as that ;)
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KyleKatamaran
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von KyleKatamaran »

Sonic_The_Hedgehog hat geschrieben:
KyleKatamaran hat geschrieben:
Sevulon hat geschrieben:[Was immer noch die größte Farce ist: "Juchu, ich kann Attributspunkte verteilen und mit Schwertern und Äxten fuchteln, ich bin ein Rollenspiel!"]
Frage zehn Menschen, was ein Rollenspiel ist, und du bekommst zehn unterschiedliche Antworten. Was ist deine Antwort, wenn ich fragen darf?
Naja ist der Begriff Rollenspiel nicht ganz simpel zu erklären?^^
Man schlüpft in eine Rolle und spielt diese halt nach seinem ermessen.
Simple as that ;)

Wenn das so einfach wäre, dann würde die durchschnittliche Diskussion zum Thema RPG auf 4players um hunderte Beiträge kürzer sein^^

Abgesehen davon schlüpft man in fast jedem Spiel in die Rolle eines Charakters. Ist z.B. Half-Life jetzt auch ein Rollenspiel?^^
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Ponte
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Ponte »

Kumbao hat geschrieben:
Sevulon hat geschrieben:
Und - noch schlimmer - warum das hier ausgezeichnete Rollenspiel des Jahres "Dark Souls" angeblich mehr Rollenspiel sein soll als die deutlich rollenspiellastigere ME-Serie.
Ich hab Dark Souls noch nie gespielt. Aber ich habe seinerzeit Demons Souls gezockt. Und falls Dark Souls so sein sollte, dann ist das tausendmal mehr Rollenspiel, als es ME3 jemals sein wird. Viele moderne Zocker vergessen gern, woher das Rollenspiel eigentlich kommt. Und zwar aus der Pen & Paper Ecke. Ein Rollenspiel lebt nicht nur davon, dass man ein paar Perks verteilt und sonst passiv irgendwelche Filmchen guckt. Ein Rollenspiel lebt von einer riesigen Welt, voll von erkundbaren Mysterien, von Atmosphäre und auch von dem Einfluss den der Spieler auf diese Welt ausübt. Skyrim ist ein gutes Beispiel für ein modernes Rollenspiel. Oder die ersten beiden KOTOR Spiele. Oder eben ME1. Aber ME3 noch ein Rollenspiel zu nennen ist schon fast grenzwertig. Perks kann ich im Multiplayer von Modern Warfare auch verteilen. Wird es dadurch zum Rollenspiel? Wohl kaum. Dann gibt es noch das beliebte Argument, dass man in ME ja in eine Rolle schlüpfe und es deshalb ein Rollenspiel sei. Aber ich habe doch keinen Einfluss darauf, wie sich diese Rolle entwickelt, insofern hinkt auch das ein wenig. In Super Mario schlüpfe ich auch in eine Rolle, aber das macht Super Mario ebenfalls nicht zum Rollenspiel.
Einfach aber korrekt erklärt, vielen Dank hierfür!
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Howdie
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Howdie »

@Kumbao: The Elder Scrolls hat eine Historie wie fast kein andere Reihe. Nur weil die Story neu ist, heißt das noch lange nicht, dass es keine Kontinuität gibt, gell? Und DA:O steht nun wirklich in direkter Nachfolge zu den klassischen Bioware-Adventuren wie Baldurs Gate oder Icewind Dale. Das kann man einfach nicht abstreiten. Aber man kann sich ja immer alles so schön hinbiegen.

DS ist für mich übrigens kein Rollenspiel. Das ist ein H&S mit Charakterentwicklung, genau wie Diablo. Keine Ahnung wo man da eine Rolle spielt... man spielt ein Charset, nicht mehr und nicht weniger. Genau was Kyle gesagt hat: Es ist eine Definitionsfrage.

Und offensichtlich vergisst du woher das RPG kommt. Gute P&P zeichnen sich eben nicht dadurch aus, dass das Kampf- und Skillsystem komplex ist sondern dadurch, dass der Master eine spannende Geschichte erzählt, in der man voll in seiner Rolle aufgehen kann. Natürlich ist das in ME auch nur eingeschränkt möglich, aber für mich ist ein gutes RPG keine Aneinanderreihung von Kämpfen wie es in DS der Fall ist. Das hat für mich nichts, aber auch gar nichts mit einem RPG zu tun.

Und ein Rollenspiel lebt eben nicht von einer riesigen Welt. Man kann auch ein Rollenspiel in einem einzigen Wohnzimmer ansiedeln. Spiel mal Plüsch, Power & Plunder. Das ist einfach nur die Sichtweise von Leuten, die nie über den Tellerrand blicken. RPG hat nichts mit der Größe der Welt zu tun.
Zuletzt geändert von Howdie am 09.03.2012 10:06, insgesamt 3-mal geändert.
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Brakiri
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Brakiri »

Dr.Rush hat geschrieben: Ok das ist alles soweit verständlich. Die Spiele die du unten genannt hast sind ja auch alle etwas älter oder schon alt. Jetzt nochmal folgende Frage: Du scheinst ja schon länger zu zocken und hast schon eine Menge gesehen. Meinst du nicht das du durch die Spiele die du genannt hast sozusagen Spiel für Spiel Facetten dazugewonnen hast und das es dadurch relativ herausfordernd wäre dich heute noch zu überraschen? Oder anders gefragt: Wenn man dir heute nochmal jemand z.B. Fallout vorsetzen würde, mit all der Erfahrung die du zum heutigen Zeitpunkt hast meinst du es würde dich erneut so vom Hocker reißen? Ich kenne auch viele alte Spiele, nur frage ich mich immer ob die wirklich früher so viel besser waren oder ob ich einfach nur nichts kannte bzw. wenig Erfahrung hatte.
Ich meine eine Story die man nicht nach 2 Stunden durchschaut.....vll. hab ich das mal bei einem Adventure erlebt. Gut Planescape Torment hab ich nie gespielt da mag das gut möglich sein.
Es ist natürlich was dran an dem was du sagst. Je grösser der Erfahrungsschatz ist, desto grösser werden die Anforderungen. Aber letztens konnte mich Deus Ex:HR wieder überraschen. Das Design, relativ ordentliches Gameplay etc. sorgten dafür, dass ich meinen Spass hatte. Sicher, die Wege sind oft ZU offensichtlich, und die Story ist nicht so fesselnd wie sie sein könnte, aber trotzdem war es wieder ein Spiel, was ich in einem Rutsch durchgespielt habe. Auch die alten Sachen haben trotz grafischem Alter für mich nur wenig an Faszination verloren. UFO: Enemy Unknown hab ich letztens wieder recht lange gespielt(wollte nur ne Stunde reingucken, und wupps waren 8h wech ;) ), JA2 hab ich durchgespielt, Vampire:Bloodlines habe ich nochmal gespielt.
Ich persönlich finde man merkt diesen Spielen an, wieviel "Herzblut" in ihnen steckt.
Die Spielindustrie entwickelt derzeit vll. mehr für die "Freizeitzocker" die schnelle Action haben wollen. Aber jetzt mal auf Bioware bezogen: Eigentlich passen doch alle deine Kriterien nicht so recht auf die Spiele dieses Konzerns. Ich weiß: Baldurs Gate. Aber es wurde ja häufiger schon behauptet dass die Black Isle Studios da einen heftigen Einfluss drauf hatten. Ich kann mir da gar nicht vorstellen das die bei Bioware einfach keinen Bock mehr haben eine Baldurs Gate mäßige Story aufzuziehen. Vll. konnten die das noch nie so wirklich ohne . Was kam denn danach? Kotor, Jade Empire, NWN alles ziemlich durchschaubar. Es ist alles actionmäßiger geworden heute und man hat rollenspielerisch offenbar weniger auswählen als bisher (auf ME 3 bezogen), warum dann aber die Entäuschung gerade bei Biowarespielen so groß ist verstehe ich nicht so recht. Die Erwartungen sind scheinbar extrem hoch, dabei haben die doch stets "gute Spiele" entwickelt. Das wars aber auch, eben "gute Spiele".
Naja, hier muss ich zugeben, dass ich Kotor und JE sehr gut fand. Kotor wegen dem wirklich stark spürbaren und gut rübergebrachten SW-Flair, aber auch wegen dem gut umgesetzten D20, ordentlichem Skilluse, die Planeten und Lokationen waren alle nett, es gab viele interessante Aliens/Quests/Lore und auch das "Jedi"-Sein war schön umgesetzt. Ich denke grade Kotor zeigt recht schön, zu was die Bioware-Leute damals in der Lage waren. Das Problem was die neuerdings haben, ist ganz stark der Weltenbau und Regelwerk. ME war settingtechnisch ein tolles Spiel, wo ich mir als Spielleiter sogar eine Kampagne mit meinen Leutz vorstellen könnte. Davon ist man in ME2 und scheinbar auch 3 völlig weggekommen, und "verheizt" das Setting für eine unglaublich dumme und nichts erklärende Story(Kenne den Storyverlauf).
DA:O fand ich vom Setting her einfach nur ideenarm, klischeebeladen und durch und durch steril/belanglos. Eine reine 0815-Fantasywelt ohne EIGENEN Flair mit einer HdR-Story, die JEDER schon X mal gehört, gesehen und gelesen hat. Das Regelwerk ist eine einzige Katastrophe. Flach, untaktisch, schlechte Skillumsetzung. Da ist Savage Worlds ein Regelmonster gegen. Warum die da nicht ein wenig Geld für eine ordentliche Lizenz locker gemacht haben, ist mir bis heute ein Rätsel. Gebt WotC ein wenig Geld und gut ist. War doch bei NWN auch kein Problem. Der Rest in DA:O ist Kloppen und viel labern. Es mag auch gute Seiten haben, aber diese fundamentalen Probleme haben meinen Spielspass dermassen überschattet, dass ich dem Spiel nicht wirklich viel abgewinnen konnte. Auch der Kloppen zu Erfolg-Ratio hat nicht gestimmt. 15h durch Andrastes Ruinen usw. kloppen um dann 2min mit dem Arl zu sprechen. Warum das so hoch bewertet wurde, ist mir auch heute noch unbegreiflich.

Hier kann es aber gut sein(dein Argument von oben), dass meine RPG-Erfahrung auch im Pen&Paper-Bereich dafür mitverantwortlich ist. Ich kenne mittlerweile gut 15-20 Systeme und auch Welten und auch gegen das ärmste P&P-Setting was ich kenne, stinkt Ferelden mit grossem Getöse ab.

Oft habe ich auch das Gefühl, die Leute beschweren sich über die falschen Dinge. DA2 z.B. geht von dieser lieblosen pseudoepic-Story weg und fokussiert auf etwas Persönliches. Das ist ein guter Weiterentwicklungsansatz. Auch das lahme Kampfsystem wurde beschleunigt und die Kämpfe nerven nicht mehr so. Viele meinen das Kampfsystem wäre plötzlich scheissen. Leute, es ist das GLEICHE Kampfsystem, nur mit 5x facher Beschleunigung. Die Unterschiede sind einfach marginal. Das Regelsystem ist immernoch Grütze, aber zumindest nerven die Kämpfe nicht mehr so stark. Darüber hinaus erfährt man mehr über die Qunari und deren Probleme/Streitigkeiten mit anderen Rassen. Es wird viel mehr Lore gestreut, was der Welt das erste mal etwas mehr Farbe ins Gesicht klatscht.

Über den Rest(und natürlich auch obiges) darf man sicher geteilter Meinung sein, aber mir hat DA2 mehr Spass gemacht als der Vorgänger, weil die Welt konzentrierter war und durch den Lore mehr Farbe gewann, die Kämpfe endlich keine drögen 20min Durchaltekömpfe mehr waren, und die Story einfach persönlicher war, und nicht son uralt epic-Scheiss der in jedem 2,99€ Fantasybuch als Aufhänger benutzt wird.
Beides meiner Meinung nach keine wirklich guten Spiele oder RPGs, dafür haben sie zuviele Probleme in anderen Bereichen, aber man merkt einfach, dass da das gewisse "Etwas" fehlt. Ich denke für die Mitarbeiter ist das mittlerweile einfach nurnoch ein Job. Bis Deadline x musst du das Babe und die 3 Monster designed haben. Deal with it. Ja Meister!

Bioware ist von der Manufaktur in die Industrie gewechselt, und das merkt man einfach auch, zumindest ich.

@Dr.Rush

Zu deinem anderen langen Posting: Du hast vollkommen recht. Ich denke wenn wir als Alt-PCler wieder etwas in der Richtung wollen, müssen wir die Entwicklerschmieden überreden mehr über Crowdfunding zu finanzieren. Das das grundsätzlich geht, hat glaube ich die Anfrage nach dem Adventure gezeigt. 400k$ waren angepeilt, 2mio$ sinds geworden.
Zuletzt geändert von Brakiri am 09.03.2012 10:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Rooster
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Rooster »

Howdie hat geschrieben:@Kumbao: The Elder Scrolls hat eine Historie wie fast kein andere Reihe. Nur weil die Story neu ist, heißt das noch lange nicht, dass es keine Kontinuität gibt, gell? Und DA:O steht nun wirklich in direkter Nachfolge zu den klassischen Bioware-Adventuren wie Baldurs Gate oder Icewind Dale. Das kann man einfach nicht abstreiten. Aber man kann sich ja immer alles so schön hinbiegen.

DS ist für mich übrigens kein Rollenspiel. Das ist ein H&S mit Charakterentwicklung, genau wie Diablo. Keine Ahnung wo man da eine Rolle spielt... man spielt ein Charset, nicht mehr und nicht weniger. Genau was Kyle gesagt hat: Es ist eine Definitionsfrage.

Und offensichtlich vergisst du woher das RPG kommt. Gute P&P zeichnen sich eben nicht dadurch aus, dass das Kampf- und Skillsystem komplex ist sondern dadurch, dass der Master eine spannende Geschichte erzählt, in der man voll in seiner Rolle aufgehen kann. Natürlich ist das in ME auch nur eingeschränkt möglich, aber für mich ist ein gutes RPG keine Aneinanderreihung von Kämpfen wie es in DS der Fall ist. Das hat für mich nichts, aber auch gar nichts mit einem RPG zu tun.
DS würde ich auch niemanden als RPG verkaufen wollen. der fokus auf kampf ist ja noch größer als bei mass effect! hack&slash adventure schon eher... ich liebe die souls spiele über alles! aber RPG? neee wenn dann nur ganz light ;)
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Sonic_The_Hedgehog
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Sonic_The_Hedgehog »

KyleKatamaran hat geschrieben: Abgesehen davon schlüpft man in fast jedem Spiel in die Rolle eines Charakters. Ist z.B. Half-Life jetzt auch ein Rollenspiel?^^
Interessante Frage. Theoretisch wäre das schon der Fall, aber Valve hat halt gesagt ist ein shooter. Ist halt da der größte gameplayanteil halt fps.
Natürlich gibt es auch noch Eigenschaften die halt noch besser festlegen, ob ein Spiel ein Rpg ist oder nicht, aber der Grundgedanke war immer schon: "in eine Rolle schlüpfen".
Aber die meisten Leute sind in der Hinsicht recht verblendet und für die müssen bei nem Rpg zwingend irgendwelche Statistiken für Charakterwerte dabei sein, da es ja sonst nur Rpg Leichtkost ist :roll:
Zuletzt geändert von Sonic_The_Hedgehog am 09.03.2012 10:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Brakiri
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Brakiri »

f1f2f3 hat geschrieben:Mass Effect 3 wurde nicht nur deshalb abgewertet, weil die Rollenspielelemente nicht ausreichend sind. Es wurde im Test deutlich, dass es auch im Vergleich mit den Vorgängern nun einmal das schlechtere Spiel ist.

Mass Effect 1 bestand eigentlich aus zwei Teilen: Einer fantastisch erzählten, epischen, vom Spieler formbaren Geschichte in einem interessanten, lebendigen Universum, welches von diversen interessanten, gut geschriebenen Charakteren und Völkern bewohnt wird. Und einem Kampfsystem, welches auf keiner Plattform wirklich gut funktionierte.

Gemessen daran, wurde Mass Effect 2 hinsichtlich des Kampfsystems verbessert, so jedenfalls die gängige Meinung. Jedoch ist es offensichtlich, dass die Geschichte und die Dialoge nicht mehr dieselbe Qualität, nicht die Komplexität und nicht den Tiefgang aufwiesen wie noch im ersten Teil. Es fehlte den Autoren eine Vision, wie es nun mit der Geschichte weitergehen sollte. Man versuchte, das mittels diverser an sich recht guter, aber zusammenhangsloser Kurzgeschichten zu kaschieren. Das Finale war dann allerdings nur noch albern und absurd.

Und Mass Effect 3 verschiebt den Fokus eben noch mehr in Richtung Action. Insbesondere die möglichen Enden sind noch einmal schlechter erdacht und umgesetzt.

Wobei es natürlich jedem unbenommen ist, diese Entwicklung gut zu finden. Insbesondere von vielen Fans von Actionspielen hörte man ja schon in der Vergangenheit, dass in den Spielen von BioWare zu viel "gelabert" würde. Jenen mag die Simplifizierung von Geschichte und Dialogen sogar als Schritt in die richtige Richtung gelten. Dass aber Fans von Rollenspielen sich nicht darüber freuen, dürfte wohl kaum überraschen.
Sign!
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Kumbao
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Kumbao »

Oh Gott, Howdie. Was für ein Nonsense.
Howdie hat geschrieben:@Kumbao: The Elder Scrolls hat eine Historie wie fast kein andere Reihe. Nur weil die Story neu ist, heißt das noch lange nicht, dass es keine Kontinuität gibt, gell?
Die Stories sind doch nicht im geringsten miteinander verknüpft. Aber egal, schließlich wird die Elder Scrolls Reihe im direkten Vergleich zu seinen Vorgängern betrachtet. Und selbst da ist Skyrim noch ziemlich geil. Für mich schlechter als Morrowind, aber besser als Oblivion. Aber das kann auch jeder betrachten, wie er lustig ist.
Und DA:O steht nun wirklich in direkter Nachfolge zu den klassischen Bioware-Adventuren wie Baldurs Gate oder Icewind Dale. Das kann man einfach nicht abstreiten. Aber man kann sich ja immer alles so schön hinbiegen.
Bioware-Adventure? Ich würde sie ja eher Rollenspiele nennen, aber egal. Übrigens ist Dragon Age ja auch durchaus mit Baldurs Gate verglichen worden und hat schlechter abgeschnitten. Baldurs Gate gilt als eines der größten Meisterwerke der Rollenspielhistorie. Dragon Age nicht.
DS ist für mich übrigens keine Rollenspiel. Das ist ein H&S mit Charakterentwicklung, genau wie Diablo. Keine Ahnung wo man da eine Rolle spielt... man spielt ein Charset, nicht mehr und nicht weniger. Genau was Kyle gesagt hat: Es ist eine Definitionsfrage.
Schön, dass Du zumindest das jetzt mal eingesehen hast.
Und offensichtlich vergisst du woher das RPG kommt. Gute P&P zeichnen sich eben nicht dadurch aus, dass das Kampf- und Skillsystem komplex ist sondern dadurch, dass der Master eine spannende Geschichte erzählt, in der man voll in seiner Rolle aufgehen kann. Natürlich ist das in ME auch nur eingeschränkt möglich, aber für mich ist ein gutes RPG keine Aneinanderreihung von Kämpfen wie es in DS der Fall ist. Das hat für mich nichts, aber auch gar nichts mit einem RPG zu tun.
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Howdie
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Howdie »

Kumbao hat geschrieben:Oh Gott, Howdie. Was für ein Nonsense.
So, dann brauche ich mir den Rest von deinem Post ja gar nicht mehr durchlesen. Danke, so was brauche ich nicht.
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mr archer
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von mr archer »

@ viele

Ich will gar nicht groß stören. Ihr schreibt hier auch teilweise sehr Durchdachtes und Interessantes. Trotzdem mal die Frage in die Runde: Euch ist schon klar, dass das hier gerade die soundsovielte 4p-Diskussion zur Frage: "Was ist ein Rollenspiel?" wird, ja? Klar, wir sind mittlerweile auf Seite 70 dieses Threads, da musste es ja irgendwann passieren. Aber man könnte natürlich auch einfach einen Link in besagte Threads setzen und sich alles weitere sparen.
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Kumbao
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Kumbao »

Howdie hat geschrieben:
Kumbao hat geschrieben:Oh Gott, Howdie. Was für ein Nonsense.
So, dann brauche ich mir den Rest von deinem Post ja gar nicht mehr durchlesen. Danke, so was brauche ich nicht.
Haste ja offensichtlich vorher auch nie getan :wink:
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Howdie
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von Howdie »

mr archer hat geschrieben:@ viele

Ich will gar nicht groß stören. Ihr schreibt hier auch teilweise sehr Durchdachtes und Interessantes. Trotzdem mal die Frage in die Runde: Euch ist schon klar, dass das hier gerade die soundsovielte 4p-Diskussion zur Frage: "Was ist ein Rollenspiel?" wird, ja? Klar, wir sind mittlerweile auf Seite 70 dieses Threads, da musste es ja irgendwann passieren. Aber man könnte natürlich auch einfach einen Link in besagte Threads setzen und sich alles weitere sparen.
Bringt ja eh nix. Wie du sehen kannst gibt es ja hier echte Spezialisten, die genau definieren können was ein RPG ist und alles andere ist Nonsens... wozu dann überhaupt noch nen Link setzen? Die wissen es doch eh besser und haben die Wahrheit gepachtet. Da sind persönliche Ansichten völlig egal. EIN RPG WIRD DURCH DIE GRÖSSE DER WELT BESTIMMT. Kumbajamylord hat gesprochen.^^
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HanFred
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von HanFred »

mr archer hat geschrieben:@ viele

Ich will gar nicht groß stören. Ihr schreibt hier auch teilweise sehr Durchdachtes und Interessantes. Trotzdem mal die Frage in die Runde: Euch ist schon klar, dass das hier gerade die soundsovielte 4p-Diskussion zur Frage: "Was ist ein Rollenspiel?" wird, ja? Klar, wir sind mittlerweile auf Seite 70 dieses Threads, da musste es ja irgendwann passieren. Aber man könnte natürlich auch einfach einen Link in besagte Threads setzen und sich alles weitere sparen.
Ach, Glaubenskriege... Vernunft kannst du da nicht ernsthaft erwarten. 8)
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KyleKatamaran
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Re: Mass Effect 3 - Test

Beitrag von KyleKatamaran »

Ich hab Dark Souls noch nie gespielt. Aber ich habe seinerzeit Demons Souls gezockt. Und falls Dark Souls so sein sollte, dann ist das tausendmal mehr Rollenspiel, als es ME3 jemals sein wird. Viele moderne Zocker vergessen gern, woher das Rollenspiel eigentlich kommt. Und zwar aus der Pen & Paper Ecke. Ein Rollenspiel lebt nicht nur davon, dass man ein paar Perks verteilt und sonst passiv irgendwelche Filmchen guckt. Ein Rollenspiel lebt von einer riesigen Welt, voll von erkundbaren Mysterien, von Atmosphäre und auch von dem Einfluss den der Spieler auf diese Welt ausübt. Skyrim ist ein gutes Beispiel für ein modernes Rollenspiel. Oder die ersten beiden KOTOR Spiele. Oder eben ME1. Aber ME3 noch ein Rollenspiel zu nennen ist schon fast grenzwertig. Perks kann ich im Multiplayer von Modern Warfare auch verteilen. Wird es dadurch zum Rollenspiel? Wohl kaum. Dann gibt es noch das beliebte Argument, dass man in ME ja in eine Rolle schlüpfe und es deshalb ein Rollenspiel sei. Aber ich habe doch keinen Einfluss darauf, wie sich diese Rolle entwickelt, insofern hinkt auch das ein wenig. In Super Mario schlüpfe ich auch in eine Rolle, aber das macht Super Mario ebenfalls nicht zum Rollenspiel.
Wenn ich solche Beiträge lese, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Nicht, weil du Unrecht hast, sondern, weil du dir selbst den Spaß verdirbst, indem du unbedingt ein RPG spielen willst. Ich habe früher denselben Fehler begangen und irgendwann merkte ich, dass mir kein Spiel mehr Spaß bereitet hat. Ich wusste nicht, woran es liegt, bis mir auffiel, dass ich jedes RPG, das ich anfange, unterbewusst nach "RPG-haftigkeit" prüfe. Man muss dem Spiel ohne Vorurteile eine Chance geben und sich einfach darauf einlassen, wenn man Spaß daran haben will, denn nicht das Genre bestimmt, ob ein Spiel gut ist, sondern das Spiel selbst.

Ich wette, wenn man z.B. GTA4 als ein RPG bezeichnen würde, würden sich zig RPG-Fans melden und darüber schimpfen, wie actionlastig und "casual" das Spiel doch ist. Hier liegt der Knackpunkt, weshalb die GTA-Spiele eben so erfolgreich sind: Weil man sie nicht in eine Genreschublade stecken kann. Die Spiele sind ein eigenes Genre und deshalb regt sich niemand auf, da niemand mit der Erwartung rangeht, ein RPG zu spielen, obwohl es viele RPG-Elemente enthält.

Mir ist aufgefallen, dass ein Spiel mit wenigen RPG-Elementen, das sich nicht als RPG bezeichnet, erfolgreicher ist, als ein Spiel mit genauso vielen RPG-Elementen, das sich als RPG bezeichnet.

Das liegt daran, dass das Genre des RPGs überbewertet ist. Das perfekte Rollenspiel hat es niemals gegeben und wird es auch nicht. Es ist ein Mythos, der darin gewurzelt ist, dass die heutigen RPG-Spieler in ihrer Jugend/Kindheit Spiele wie Baldur's Gate gespielt haben, die damals Meilensteine waren, und sie subjektiv als die besten Spiele, die es jemals gab, wahrgenommen haben. Diese Erwartungen setzen sie in heutige Spiele. Dass Spiele wie Mass Effect besser oder zumindest genauso gut sind, wird von ihnen nicht wahrgenommen, da sie schon zig solcher Spiele kennen.

Das Genre ist außerdem zu breit gefächert, als dass es alle Spielersorten befriedigen könnte. Ein Skyrim und ein Dragon Age sind beides RPGs, dennoch gehören sie zu verschiedenen Unterkategorien. Und das ist auch gut so, denn, wenn man alle verbinden würde, würde ein Haufen Scheiße dabei rauskommen.

Äh, ja. Ich denke, das wars erstmal von mir.
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